Die Anzeichen

Fühlt sich dein Haar struppig an, ist es glanzlos und brüchig? Dann könnte es durch äußere Faktoren bedingt strapaziert und ausgelaugt sein.

Unser Haar besteht aus flachen, übereinanderliegenden Schuppen. Sie ähneln einem Tannenzapfen und wie bei den Tannenzapfen liegen die Schuppen bei einem gesundem Klima an. Trocknet man den Zapfen aber mit Hitze aus, so stellen sich die Schuppen auf. In diesem Fall wirkt auch unser Haar glanzlos und stumpf denn die auffallenden Lichtstrahlen werden durch die aufgebrochene Struktur nicht mehr gebündelt reflektiert. Strapaziertes Haar weist also eine geschädigte Haaroberfläche auf, ähnlich dem zu trockenen Haar. Bei strapaziertem Haar ist jedoch zu erkennen, das der Haaransatz gut nachfettet, die Rückfettung durch die Kopfhaut also gegeben ist. Es gelangt nur nicht genügend in die Längen um das gesamte Haar gesund zu halten.

Tannenzapfen
Haarfarben

 

Die Ursachen

Die häufigsten Ursachen für strapaziertes Haar ist eine unpassende Haarpflege oder Haarbehandlung. Vor allem das Färben und Blondieren oder Dauerwellen strapaziert das Haar im besonderen Maße, denn bei chemischen Behandlungen müssen die speziellen Wirksubstanzen in das Haar gebracht werden. Dazu wird in der Vorbehandlung die Schuppenschicht des Haares mit einer Lauge bewusst aufgebrochen, dann wird das Haar in seinem Kern behandelt und zum Schluss mit einer sauren Spülung wieder geschlossen.

Bei strapaziertem Haar kommt es zu einem Ungleichgewicht von relativ gesundem, jungen Haar am Ansatz  (denn es hat noch nicht so viele chemische Anwendungen erlebt) und den nach unten hin immer mehr geschädigten Längen. Der Ansatz fettet also gut nach, während die Längen nicht genügend rückgefettet werden können. Das Ergebnis sind fettiger Ansatz und trockene Spitzen. In vielen Fällen wird dann oft zu Shampoo für fettiges Haar gegriffen, was den Effekt jedoch nur verstärkt. Wirklich fettiges Haar ist durch und durch fettig, strapaziertes Haar fettet meist nur am Ansatz und ist in den Längen spröde und trocken.

Wird das Haar nun mit einem stark entfettenden und wenig rückfettendem Shampoo gewaschen, wird dieses Ungleichgewicht noch verstärkt. Das wiederum führt dazu, dass das Haar gefühlt immer häufiger gewaschen werden muss denn die Kopfhaut reagiert auf die starke Entfettung durch das Shampoo mit noch stärkerer Sebum Produktion. Sebum ist der Kopfhauttalg, der das Haar und die Kopfhaut natürlich nährt und pflegt.

Zumeist wird dieser Effekt noch durch ein zu agressives Shampoo unterstützt. Gerade in konventionellen Shampoos finden sich oft stark schäumende und waschaktive Tenside die auf Erd- oder auch Palmöl basieren. Sie sind sehr preisgünstig und einfach in ihrer Handhabung, da sie weder Temperatur- noch Wasserhärteabhängig sind. Sie greifen jedoch mitunter Haar- und Kopfhaut an und haben eine irritierende und entziehende Wirkung. Zu erkennen sind sie am „Sulfat“ in ihrem Namen. Dazu zählen zum Beispiel:

Sodium Lauryl Sulfate
Sodium Laureth Sulfate
Ammonium Lauryl Sulfat
Magnesium Lauryl Sulfate
Potassium Lauryl Sulfate

Auch Hitze durch heißes Föhnen, Sonneneinstrahlung und Glätten oder zu heißes Wasser bei der Haarwäsche trocknet die Haare vermehrt aus. Im Winter kommt dann noch die trockene Heizungsluft dazu.

Pflegetipps für strapaziertes Haar

Hilfe bei strapaziertem Haar

Viele Haarschäden sind auf unpassende Pflege und Behandlung zurückzuführen und können mit ein paar Änderungen der Haarpflegeroutine behoben werden. Das Trockenrubbeln des Haars mit dem Handtuch zum Beispiel kann zu Schäden der Haarstruktur führen. Deswegen sollte das Haar nur mit dem Handtuch eingeschagen oder sanft geknetet werden. Beim Frisieren sollte auf metallische Haarspangen mit scharfen Kanten oder Haargummis mit Metallklammer verzichet werden. Sie können das Haar ebenfalls schädigen. Auch das Bürsten des nassen Haares strapaziert das Haar zusätzlich. Damit sollte besser gewartet werden, bis das Haar getrocknet ist.

öle zur Pflege der Haarspitzen

Für die leichte Pflege zwischendurch kann nach der Haarwäsche ein Öl in die Spitzen geknetet werden. Besonders eignen sich Oliven-, Argan- oder Kokosöl.

Noch intensiver wirkt eine Ölkur über Nacht. Diese Prozedur ist etwas aufwändiger, lohnt sich aber in jedem Fall! Dafür knetest du das Öl großzügiger ins Haar. Bei trockener Kopfhaut kannst du das Öl auch in die Kopfhaut einmassieren. Danach schlägst du dein Haar am Besten in ein Handtuch ein und legst noch ein Extra Handtuch über dein Kopfkissen. Am nächsten Morgen wäschst du das Öl mit deinem Shampoo wieder aus. Jetzt sollten sie sich sehr weich, glänzend und genährt anfühlen.

Pflege für strapaziertes Haar

Um strapaziertem Haar einen direkten Pflegekick zu geben kannst du es mit einer selbstgemachten Haarkur versuchen. Dazu wird ein Eigelb mit einem Esslöffel Olivenöl vermischt und in den gewaschenen und nassen Haarlängen verteilt.

Als vegane Alternative kann auch ein Esslöffel Olivenöl mit einem Esslöffel Bier vermengt in die Haare gegeben werden. Die Hefen und Nährstoffe im Bier haben ebenfalls eine pflegende und regenerierende Wirkung. Ein paar Tropfen Apfelessig stellt die Kur noch leicht sauer ein und hilft, die Schuppenschicht des Haares zu schließen. Mit einem Handtuch abgedeckt solltest du diese Haarkur mindestens 1 bis 2 Stunden einwirken lassen und danach ausspülen.

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